Archiv | Januar, 2011

Körper“funktionen“

8 Jan

Wie soll man wieder lernen „Vertrauen“ in seinen Körper zu fassen, wenn es so unberechenbar und sonderbar reagiert? Vor allem wenn ich nicht mal sagen kann, auf was er denn wieder mal reagiert hat…Was habe ich falsch gemacht? Diese Frage habe ich mir schon viel zu oft gestellt…ich will sie nicht mehr hören. Seit ca. drei Tagen werde ich fast von Früh bis Spät von Völlegefühlen heimgesucht. Auch wenn ich deutlich weniger esse als sonst, nach jeder Mahlzeit (auf die ich nicht mal sonderlich Hunger hatte, weil ich mich von der Mahlzeit davor noch so voll fühle) bläht sich mein Bauch auf fühlt sich an wie nach einem Fressanfall. Neulich hätte ich fast unfreiwillig ins Auto gekotzt, weil mir einfach so schlecht war.  Zugenommen hab ich auch noch ein bisschen, so als hätte ich tatsächlich diese Mengen gegessen nach denen es sich anfühlt. Meine Eltern sind ja ohnehin schon besorgt, ständig besorgt, und jetzt kann ich nicht mehr die Mengen essen wie zuvor- und ihre Angst um mich steigt ins Unermäßliche. Meistens esse ich im Moment überhaupt nur etwas, um sie zu beruhigen. Gut geht es mir dabei nicht besonders.

Ich könnt‘ kotzen.

Hat jemand von euch so was schon erlebt…und (wann?) vergeht das wieder?Zuerst hielt ich es ja nur für einen Magen-Darm-Virus, aber krank geworden bin ich nicht…

Selbstbestimmung

3 Jan

ich muss hier raus. am besten schon gestern. ich weiß nicht, wann es meine eltern endlich, endlich kapieren werden- man darf mir beim Essen NICHT drein reden. Das macht es nur noch schlimmer. Ich denke, je mehr man versucht, Esssgestörte zu irgendwas zu überreden, ob es nun um Essen geht oder um etwas anderes- vor allem aber bei dem Thema „Essen“, desto mehr fühlt sich die- oder derjenige unter Druck gesetzt, eingeengt, in ihrer Selbstbestimmung beschnitten. Die scheinbare Unabhänigkeit und Abgrenzung, die einem das Essverhalten manchmal gibt, (darüber kann man streiten…) wird dann nur umso vehemnter verteidigt. Oder man weiß nicht mehr, warum man überhaupt dies oder jenes gegessen/nicht gegessen hat. Weil man es so wollte? Weil man Hunger hatte? Anderen zuliebe? Wie dem auch sei, meistens ist man dann gefrustet.

Und mich stresst es, dass meine „Planung“ durcheinandergeraten ist, dass mir das „Hören auf mein Gefühl“ abgesprochen wurde, dass ich letztendlich wieder nachgegeben habe, obwohl ich genau wusste, dass ich mich dadurch buchstäblich zum kotzen fühlen würde.

Und Sorgen machen sie sich ja sowieso.