Archiv | April, 2010

Wohnungswechsel?

18 Apr

Seit einiger Zeit kommt mir immer wieder der Gedanke, dass es vielleicht besser wäre, ich zöge um. Nicht mit dem Blog, aber im „realen“ Leben. Objektiv betrachtet ist meine Wohnung ein Glücksgriff- zentrale Lage, relativ groß, ruhig, mit einem lauschigen Balkon von dem aus man nur Bäume und Strächer sieht.

Aber:

1. die Küche ist eine Katastrophe- sie liegt nicht nur „im Zimmer“, sonder besteht eigentlich nur aus einer Küchenzeile, an der schon eingebackene Reste um die 2 Herdplatten klebten, als ich eingezogen bin. Der Kühlschrank besitzt kein richtiges Eisfach und seit ca. 5 Tagen ist auch noch das Licht durchgebrannt. Das Regal ist noch das beste an ihr, nur leider total überfüllt.

2. Ich habe keine Badewanne.

3. Hier ist einfach vieeel zu viel Krempel. Und lauter Bücher, die ich „unbedingt brauche“ (ca. 500 Stück würde ich schätzen, muss bei Gelegenheit mal zählen), die wiederum aber mehr Regal bräuchten, als sie zur Zeit bekommen^^

4. Die Macht der Gewohnheit. In diesen Wänden lebt die Bulimie, hält sich in den Ecken fest, krallt sich an die Vorhangstange. Alles eingespielt, alles eingerahmt von diesen Wänden.

5. Ich richte gerne Zimmer neu ein. Wirklich gerne:) Es wäre mal Zeit für größere Veränderungen als die Fotos an den Wänden.

Dagegen spricht:

1. Es wird schwierig, eine Wohnung in ähnliche guter Lage zu dem Preis zu bekommen, den ich jetzt an Miete zahle. Und ausserhalb wohnen wäre ziemlich fatal, wenn ich mich nicht noch mehr einigeln will.

2. Es macht einiges an Arbeit, und meine Eltern werden sich einmischen.

3. Ich wohne im Moment in der Nähe einer sehr, sehr guten Freundin. Ich würde ungerne weiter wegwohnen.

Also, es steht 5:3 für’s Umziehen;)) Und von der Ge-wichtung der einzelnen Punkte will ich gar nicht erst reden…^^

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Ich will so nicht mehr…

18 Apr

…weitermachen. Entweder esse ich zu wenig oder zu viel und wenn ich gerade nichts esse, denke ich ans Essen. Ich kann nicht mehr satt sein, ohne gleich Schuldgefühle zu empfinden, aber meistens bin ich das ohnehin nicht. Satt. Dieses Hin- und Herpendeln zwischen Bad und „Küche“ bzw. dem Fleckchen Teppich vor meinem Heizlüfter vor dem ich esse…raubt mir alle Rest-Energie.Wenn ich durch die Stadt laufe und eine enge Jeans trage starren mich die Leute an. Ich starre zurück. zwei Streichhölzer auf Riesenfüßen.

Auf der Suche. Nie scheint es genug zu sein.

Mit meiner Thera und mir läuft es mieserabel. Ich bin enttäuscht und auch…etwas gekränkt. Was passiert ist, will ich jetzt (noch) nicht schreiben.

Und ich weiß selbst nicht mehr, wer meine Entscheidungen noch trifft, wenn es um so Dinge geht wie soziales Leben, Weggehen etc. Ich oder die Essstörung. Ich kann es wirklich nicht mehr sagen.

Feierlichkeiten

10 Apr

Nervös. In einer halben Stunde beginnt die Geburtstagsfeier. Meine Geburtstagsfeier. Insgesamt kommen ca. 10 Leute, was recht beachtlich ist, wenn man bedenkt, dass mir erst vor ein paar Tagen eingefallen ist, heute doch noch zu feiern. Und es erinnert mich daran, wie viele Freunde ich eigentlich habe, auch wenn ich mich oft alleine fühle.

Dort gibt es auch etwas zu essen. Ich habe Angst. Angst,dass es zuviel ist und ich doch nicht satt werde. Angst, dass man mir das ansieht. Angst etwa zu bestellen, was mir dann nicht schmeckt. Ich sehe mich schon vor einem Teller sitzen und abwechselnd darin herumstochern und wieder gabelweise Reis mit Soße in mich hineinschaufeln. Mich nach links und rechts umdrehen, prüfen, wie schnell bzw. langsam die anderen essen. Langsamer essen. Ca. 700 kcal habe ich mir heute „aufgehoben“…

Die Haut an meinen Händen ist trocken und löst sich ab. Aber vor dem Essen kann ich keine Creme auftragen, weil der Geruch mir sonst den Appetit verdirbt.

Herjee, aber die Sonne scheint schön und der Himmel ist blau. Und Geschenke gibt’s auch :))

Oster- Rückschau

8 Apr

Inzwischen habe ich es hinter mir. Sowohl das längst fällige Gespräch mit meinen Eltern (Artikel folgt) als auch die Osterfeiertage. Gott sei Dank. Wenn ich noch Zweifel am Suchtcharakter der Essstörungen gehegt haben sollte, so sind sie mit dem vergangenem Wochenende endgültig ausgeräumt worden. Es waren laaaange Tage, hungrige Tage, anstrengende Tage. Natürlich herrschte eine gewisse Spannung beim Essen. Versteckte Blicke (man WILL mich ja nicht beobachten, tut es aber), dreimaliges Nachdenken bevor man einen Kommentar abgibt etc.

Das üblichemehr oder weniger subtile Gefrage „willst du heute kein osterbrot“? „Ist das nicht ein bisschen wenig?“ (aber selbst genauso wenig essen!)… Ich schwankte ständig zwischen gereizt, depressiv, oder einfach nur müde hin- und her. Oder alles auf einmal. Von Gedanken an Kekspackungen und Marmeladentoasts verfolgt. Nur war das Haus ständig voller Menschen, jeder Apfel, der „fehlt“ fällt irgendwem auf und meine extra importierten „Vorräte“ hatte ich bereits am ersten Nachmittag „verbraucht“. Zwei „Anfälle“ die zum Teil nicht mal als solche zu klassifizieren sind innerhalb von knapp 5 Tagen lösen schon starke Entzugserscheinungen aus…Und gleichzeitg habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich meine deprimierte Miene, nach der mir zumute ist, nicht vor meinen Eltern verstecke, da sie sich im Moment sowieso so viele Sorgen meinentwegen machen. Andereseits- ich bin auch nicht permanent für ihr Wohlergehen verantwortlich, das sollte ich endlich mal kapieren.