Archive | März, 2010

Motivation…

22 Mrz

Stagnierende Motivation. Hassliebe. Ich hänge noch in der Warteschleife, mache mir Gedanken darüber, was wieder alles schiefgehen kann. Ob man mir glauben wird oder nicht, wie die anderen Patienten sind, wann es überhaupt losgehen soll. Noch habe ich keine Zusagen.

Und wie es meine Eltern aufnehmen werden. Diese Woche soll die „Vorstellung“ stattfinden. Kürzlich musste ich sie wegen eines Geburstages besuchen kommen und mir ist dabei wieder klar geworden, das sie KEINE Ahnung haben und aus allen Wolken fallen werden. Noch bin ich finanziell völlig von ihnen abhänigig, noch bin ich in Erklärungsnot, wie es mit meiner Diplomarbeit aussieht etc, und auch deswegen haben sie es verdient, zu wissen, was mit ihrer Zeit/Geld etc. hier passiert. Und weil ich diese Heimlichkeiten satt habe. Es war einfach anstrengend am Wochenende.

Und ich kann mir nicht vorstellen, für drei Monate von der Bildfläche zu verschwinden, ohne zumindest eine gewisse Offenheit an den Tag zu legen.

Telefongespräche

14 Mrz

Vor kurzem hatte ich ein telefonisches Vorgespräch mit einem Therapeuten aus einer gewissen Klinik (meine 2. Wahl). Es hat mich, -im positiven Sinne- endgültig von dieser Klinik abgeschreckt. Im negativen war es eine verdammt unangenehme und verdammt lange viertel Stunde. Auf der anderen Seite: Ein Mann, der den Beruf verfehlt hat. Null Empathie, null Verständnis, null Kompetenz. Immerhin konnte er die Website zitieren. Darüberhinaus versuchte er mir, mir meine eigene Krankheit „zu erklären“, als ob er das besser wisse als ich selbst. Subtile Unterstellungen auf beiden Seiten. Und einige Dinge, von denen ich wissen wollte ob sie wirklich so gehandhabt werden wie im Internet beschrieben (700g/Woche, 12 Tage unter der Gewichtskurve–> Entlassung) das ist leider wirklich so.

Und dass die Wartezeiten nur 4-6 Wochen beträgt (statt 12 Wochen) wundert mich gar nicht- wenn sie so jemanden ans Telefon lassen…

Deutsche Bürokratie

9 Mrz

Vor einer Woche habe ich den „Antrag auf den Antrag zur Reha“ losgeschickt. Eine Woche hat die Antwort gebraucht. Jetzt habe ich wieder einen Termin (bei meiner Ärztin)  in einer Woche, um den Antrag auszufüllen. Dann darf sich die Krankenkasse wieder eine Woche Zeit lassen, mir zu antworten. Und dann erst kann ich überhaupt auf eine Warteliste kommen.

WIe gut, dass ich’s nicht eilig habe. Im Zeitverschwenden bin ich wirklich Meisterin.

Ferne Ufer

9 Mrz

Im Moment empfinde ich alle Menschen um mich herum mehr oder weniger als Anstrengung. Ich versuche, mit ihnen zu reden, zu lachen, zuzuhören…aber in Wirklichkeit berührt mich nichts davon. Meistens muss ich mich gerade zu disziplinieren, nicht wieder mit meinen Gedanken abzuschweifen- zum nächsten Einkauf, Anfall, Kalorien, Bücher,wasauchimmer- um wenigstens die Fassade der geistigen Anwesenheit nicht ganz in sich zusammenstürzen zu lassen. Ich mag und schätze meine Freunde wirklich, aber zur Zeit ist ihr Leben mit dem meinen nur noch lose verbunden- ich befinde mich an einem fernen Ufer und kann ihre Rufe über’s Wasser nur noch leise und verzerrt hören. Und hin und wieder beschließe ich, dass das wohl auch nicht so wichtig ist.