SupermarktbeSuche

24 Feb

Wenn es kein Zurück mehr gibt…Eigentlich sollte ich erleichtert sein. Sollte zumindest irgendetwas fühlen, ob nun Enrleichterung, ein schlechtes Gewissen, Bedauern, Freude.
Diplomarbeit ist erstmal auf Eis gelegt. Keine Treffen mehr mit dem Betreuer in den nächsten Monaten. Das Gespräch war weniger schlimm als erwartet. Unangenehm ja, aber nicht wirklich tragisch.

Im Anschluss Supermarktbesuch. Zwei Stunden wandelte ich durch nahezu leere Gänge. Es war ein großer, von mir selten frequentierter Rewe. Mit Prdokukten, die ich sonst nirgends in der Gegend bekomme. Immer wieder hin und her gerissen- kaufe ich das jetzt, obwohl ich es mir nicht leisten kann, nütze ich die Gelegenheit (wo ich schon mal hier bin…) oder siegt die Vernunft. Zum Ende hin hatte ich das Gefühl, mich sehr beherrscht zu haben- und dennoch eine riesen Rechnung. Wie immer eigentlich. Verdammt.

Im Rahmen der vielpropagierten „gesunden Ernährung“ , besonders in Form von Pyramiden und Digrammen sollten Süßigkeiten, Fettiges und Chips eigentlich die Spitze ausmachen. Im Supermarkt sind es Gänge über Gänge voller Süßigkeiten, Schokolade, Chips, Pizza, Kuchen, Gebäck, Cracker, Gummibärchen, Kekse… Ich schätze es auf die Hälfte, wenn nicht mehr. Und wenn es nicht gekauft werden würde, läge es da auch nicht. (Obwohl es mir manchmal wie eine Verschwörung vorkommt- nach dem Motto: Jetzt haben wir noch eine Sorte produziert, diesmal Erdbeer-Vanilla-Caramel-Schokolade- diesmal kriegen wir dich!) Wieviele Menschen versuchen, Dinge über die „Nahrung“ zu kompensieren… Wenn ich durch die Stadt laufe, kann ich die offziellen Statisken zu Esstörungen schon nicht mehr glauben, und in einem Supermarkt noch viel weniger. Der Gedanke ist etwas makaber, aber mich würde wirklich mal interessieren, wieviel Prozent des Umsatzes der Lebensmittelindustrie jährlich auf das Konto der Bulimie geht…

Die Zahlen auf meinem eigenen treiben mir die Tränen in die Augen.

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2 Antworten to “SupermarktbeSuche”

  1. Mausi 24. Februar 2010 um 10:56 PM #

    nicht nur die Überpräsenz, auch der Preis von Junk-Food ist erschreckend – Süßigkeiten und co sind vieel billiger als Gemüse, Obst u.ä.. man wird regelrecht bestraft wenn man sich gesund ernähren will.
    und wie viele euros ich schon ins klo gekotzt hab will ich auch net wissen… das tolle ist: die pharmaindustrie verdient gut mit…

  2. lucymes 26. Februar 2010 um 5:31 PM #

    jepp, auch diese ganzen diätmittelchen…hab mal irgendwo gelesen wieviele millionen (oder waren es milliarden?!) umsatz die jedes jahr machen, aber offenbar die zahl gleich wieder verdrängt.

    irgendwie ist das thema „abnehmen“ auch so ein thema- hab das gefühl, kein anderes thema zieht mit einer solchen sicherheit erst mal die „Aufmerksamkeit“ des kundens auf sich, egal ob es der größte sch… ist, hinschauen tut erst mal jeder.
    und das ist ja der erste schritt, den man tun muss bevor man seine pharmafingerlein nach dem geldbeutel der verbraucher austrecken kann…

    was das essen angeht…im moment bin ich schon wieder mindestens 100 Euro im Minus, dabei hat der Februar ja nur 28 Tage…

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